Umbau Stadelhof-Ensemble zur VHS

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Umbau Stadelhof-Ensemble zur VHS

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Erhebliche Aufwertung für östliche City

Ansicht vor dem Umbau

Ansicht vor dem Umbau

„Möglichst große Bereiche“ der Paderborner Volkshochschule, darunter die Kursräume vom Marienplatz 11 a, ein Teil der Kursräume aus der ehemaligen Busdorfschule und die VHS-Verwaltung sollen in das Ensemble dreier alter Gebäude am Stadelhof umziehen. Hierzu hat die Stadt vor einiger Zeit drei denkmalgeschützte Häuser mit erheblicher Unterstützung aus der Landeskasse erworben. Sie verspricht sich vom Umzug der VHS „eine erhebliche Aufwertung“ dieses östlichen City-Quartiers.

Bis in die 1950er Jahre befand sich am Stadelhof eine Zimmerei. Zuletzt – bis 2004 – nutzte ein Antiquitätenhandel das fast 2.000 Quadratmeter große Gelände, das zwischen den Straßen Am Stadelhof, Badengasse und Giersmauer liegt. Seit dem Auszug der Antiquitäten stehen die Gebäude leer. Die Stadtarchäologen haben durch Grabungen belegt, dass der Bereich am Stadelhof schon im 11. Jahrhundert besiedelt war. Unter Denkmalsschutz stehen auch die aus Kalkbruchsteinen errichteten Hofmauern.

In das Wohnhaus Stadelhof 8, einem Klinkerbau mit Natursteinsockel, das 1851 erbaut wurde, sollen nach dem Planungskonzept des Paderborner Büros „Architektur-Werk-Stadt“ (Martin Uwe Balhorn, Hubert Wewer, Werner Karhoff) die Verwaltung der VHS und Besprechungsräume der Fachbereichsleiter einziehen. Mehrere große Räume sollen für den Kursbetrieb genutzt werden.

Entwurfs-Ansicht von Süden

Entwurfs-Ansicht von Süden

Diese Ansicht von Süden zeigt links das Wohnhaus Am Stadelhof 8, einen Neo-Renaissance-Bau aus dem Jahre 1851, in der Mitte das bisherige Wirtschaftsgebäude an der Badengasse und rechts das von innen über Treppen und Rampen erschlossene Doppelfachwerkhaus von 1730, das an der Giersmauer liegt. Zwischen Wohnhaus undWirtschaftsgebäude wird die Aufzuganlage installiert.

Entwurfs-Ansicht von Norden

Entwurfs-Ansicht von Norden

Der Großteil der Kurs- und Veranstaltungsräume wird im benachbarten Wirtschaftsgebäude an der Badengasse angesiedelt. Der größte Kursraum zieht ins Obergeschoss. Im Erdgeschoss sind Anmeldung und der Warte- und Beratungsbereich vorgesehen. In dieses Gebäude wird eine Stahlbetondecke eingezogen. Sie soll eine galerieartige Erschließung des Obergeschosses ermöglichen. Die bauhistorisch wertvolle hölzerne Tragstruktur wird nicht angetastet. Sie soll im künftigen Multifunktionsraum sichtbar bleiben.

Das Doppelfachwerkhaus an der Giersmauer 13/15, soll zu einem „Selbstlernzentrum“ umgebaut werden. Auch Lesungen oder Ausstellungen können hier stattfinden.

Die Planer mussten eine Menge Rücksicht auf den Denkmalcharakter der Gebäude nehmen. Eine nicht ganz leichte Aufgabe, liegen doch die Geschosse der drei benachbarten Gebäude auf zwölf unterschiedlichen Ebenen. Alle von Besuchern genutzten Bereiche sollen barrierefrei zugänglich sein. Um dieses Problem zu lösen, wird zwischen dem Wirtschaftsgebäude und dem Haus Stadelhof 8 ein behindertengerechter Aufzug gebaut. Die Höhendifferenz wischen Wirtschaftsgebäude und dem Doppelfachwerkhaus soll durch Stufen und Rampen ausgeglichen werden.

Text unter auszugsweiser Verwendung eines Artikels von Wolfgang Stücken NW.
PLANUNG: „ARCHITEKTUR-WERK-STADT“ BALHORN, WEWER, KARHOFF

  1. Oliver Westphal02-12-2014

    Die Verwaltungs- und Seminarräume werden sicherlich sehr schön. Ich hoffe das das knappe Parkplatzangebot der umliegenden Straßen sich nicht zu negativ auf den neuen Standort auswirkt. Als langjähriger Dozent freue ich mich auf den Stadelhof. Besonders der große Vorplatz lädt zu rauschenden Fester ein…

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